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Tarifstreit: Streiks in Pflegeheimen, Arbeitgeber verärgert

Nach zwei bisher ergebnislosen Tarifrunden in den Verhandlungen für den Tarifvertrag im öffentlichen Dienst hat Verdi Beschäftigte in Pflegeheimen von Bund und Kommunen zu Warnstreiks am kommenden Freitag aufgerufen. Arbeitgeber zeigen dafür kein Verständnis.

Mit einem Warnstreik wollen die Mitarbeiten der Pflegeheime unter anderem für höheren Lohn kämpfen. Foto: Adobe Stock/penofoto.de

Es geht um 8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 350 Euro und höhere Zuschläge für Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsarbeit: Die Forderungen der Gewerkschaften Verdi und dbb Beamtenbund stießen bei den Arbeitgebern bislang auf wenig Gegenliebe, ein Kompromiss zwischen den Tarifparteien ist weiterhin nicht in Sicht. Mit Warnstreiks wollen die Gewerkschafter nun den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen.

Nach Angaben von Verdi habe eine Arbeitszeitbefragung ergeben, dass die schwierigen Arbeitsbedingungen und unattraktiven Arbeitszeiten der Beschäftigten in den sozialen und pflegenden Berufen zu den am häufigsten genannten Gründen für unbesetzte Stellen gehörten.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) hält dagegen. Das Durchschnittsgehalt von über 4.000 Euro einer Fachkraft in der Altenpflege liege über dem Schnitt der Berufe insgesamt, so der bpa-Präsident Rainer Brüderle. Die Pflege habe andere Probleme. Dass ein – je nach Berechnungsgrundlage – leicht überdurchschnittlicher Lohn in Pflegeberufen jedoch nicht automatisch mit einer leistungsgerechten Bezahlung gleichzusetzen ist, hatten Gewerkschafter schon in der Verganenheit kritisiert.