Pflegepolitik

Niedersachsen: Sozialministerin Reimann gibt Amt ab

Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD) hat am 1. März aus gesundheitlichen Gründen ihr Amt niedergelegt. Das teilte die Staatskanzlei mit. Reimann habe am Vormittag Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass sie ihren Posten mit sofortiger Wirkung niederlegen müsse. Die 53-Jährige aus Braunschweig war seit Beginn der Corona-Krise vor einem Jahr die mit am meisten geforderte Ministerin im niedersächsischen Landeskabinett. Wer das Amt nun übernimmt, ist noch unklar.

Carola Reimann war bis zum 1. März Niedersachsens Gesundheitsministerin. Wer ihre Nachfolge antritt, ist noch unklar. Foto: Philipp von Ditfurth

Reimann sagte laut Mitteilung, sie habe sich dieseEntscheidung nicht leicht gemacht. In der vergangenen Woche habe sie sicheingehenden medizinischen Untersuchungen unterzogen. „Die Ergebnisse dieserUntersuchungen machen einen zeitnahen Krankenhausaufenthalt erforderlich und esist absehbar, dass ich meine Amtsgeschäfte in nächster Zeit nur sehreingeschränkt wahrnehmen könnte“, teilte Reimann mit.

Sie betonte, die Entwicklung der Pandemie verlange vonallen politisch Verantwortlichen mindestens einhundertprozentigen Einsatz undeine große physische Belastbarkeit. Dies gelte insbesondere für die Aufgabe imAmt der Gesundheits- und Sozialministerin. „Es wird mir in nächster Zeit nichtmöglich sein, diesen Einsatz im erforderlichen Umfang weiter zu leisten.“

Weil zeigte sich von der Erkrankung betroffen, äußerteaber gleichzeitig großes Verständnis. Reimann habe in den zwölf Monaten derCorona-Krise mit großer Fachkenntnis und einem enormen Einsatz unermüdlichdafür gearbeitet, dass Niedersachsen einigermaßen unbeschadet die Pandemiebewältige. (dpa)